Donnerstag, 1. August 2019

Forschungswerkzeuge: weitere Software für die Bachelorarbeit

Im letzten Beitrag haben wir uns näher mit QDA-Software beschäftigt. Bei der Nutzung von Software sind einige Dinge zu beachten: Unterschiedliche Versionen können unterschiedliche Ergebnisse liefern. Die meisten dieser Softwares werden beständig weiterentwickelt - spätere Versionen könnten also bessere Datensätze liefern.

  1. Fachliteratur
  2. Projektorganisation
  3. Statistik
  4. Datensätze von Social Media Plattformen
  5. Transkription


Screenshot der Open Source Statistiksoftware PSPP, Quelle (aufgerufen am 30.07.2019)

Montag, 29. Juli 2019

Forschungswerkzeug: Qualitative Inhaltsanalyse - Software

Ein wichtiger Bestandteil vieler Abschlussarbeiten in unserem Bereich sind Experteninterviews. Ziel einer Qualitativen Inhaltsanalyse ist, Aussagen wissenschaftlich nutzbar sind. Das Medium Sprache ist so gut wie immer von Interpretationsmöglichkeiten begleitet, was diesen Prozess erschwert. Auf dem Gebiet wird geforscht und die gängigen Methoden werden beständig weiterentwickelt. (besonders im Bereich Soziologie, Kommunikations- und Literaturwissenschaft sowie Psychologie). Als Werkzeug wird qualitative Inhaltsanalyse in vielen Forschungsbereichen verwendet, in denen die Quellen textbasiert sind.

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Um Experteninterviews auszuwerten kommt QDA-Software (englisch: CAQDAS, Computer-Assisted Qualitative Data AnalysiS) zum Einsatz. Damit lassen sich auch große Text- und Datenmengen nach verschiedenen Methoden analysieren.
Die Programme unterscheiden sich teilweise deutlich in ihrem Umfang und den mit ihnen möglichen Methoden. Einige Programme sind auch nur für ganz bestimmte Methoden ausgelegt.

Typische enthaltene Funktionen umfassen Werkzeuge zum:

Samstag, 27. Juli 2019

Zahlungsbereitschaft für Digitaljournalistische Inhalte (LfM NRW)

Aufwändige Reportagen oder aktuelle Berichterstattung zu finanzieren, stellt im Internet ein Problem dar. Auf der einen Seite ist die Reichweite einer Nachrichtenseite deutlich größer als ihre physische Ausgabe - auf der anderen Seite sind Nutzer es gewohnt, digitale Inhalte kostenlos, schnell und einfach abzufragen. Wird ein Angebot mit ablenkender Werbung oder einer paywall unzugänglicher, suchen Nutzer nach einer Alternative (oder blockieren Werbung).

Am 2.7.2019 veröffentlichte die Landesanstalt für Medien NRW die Ergebnisse einer umfangreichen Studie (PDF) zum Thema Zahlungsbereitschaft für digitaljournalistische Inhalte, die den Ist-Zustand in Deutschland untersucht.



In dieser Studie wurden 6017 repräsentative Online-Nutzerinnen und -Nutzer befragt. Ziel der Studie ist ein Überblick für Agierende im Digitaljournalismus, ihr Angebot finanziell zu optimieren.
Die Kernergebnisse der Studie stellen wir hier kurz vor:

Montag, 1. Juli 2019

(4/4) Farbe: Praktische Anwendungen

Dieser Artikel ist Teil der Reihe "Grafische Grundlagen: Farbe"

Farbe: Tipps & Tricks

Sättigung: 

Leuchtende Farben wirken stärker wenn sie neben weniger gesättigten platziert werden.
Je mehr Grauanteil eine Farbe hat, desto gebrochener wirkt sie. Ihre geringe Sättigung erzeugt eine flachere Bildwirkung.

Farbklima / Farbpallette: 

Der Einsatz der Farben und damit die Hervorhebung einzelner Bereiche erfolgt nach der Wertigkeit.
Für wichtige Teile sollte eine im Kontext auffällige Leitfarbe eingesetzt werden. Für weniger wichtige Bereiche oder große Flächen werden abgedämpfte Farben genutzt - meist hellere Farben oder ein neutrales Grau.

(3/4) Farbe: Farbpsychologie

Dieser Artikel ist Teil der Reihe "Grafische Grundlagen: Farbe"

3. Farbpsychologie

JoAndrea Hoegg von der Universität British Columbia untersuchte einige Farbphänomene. Unter anderem gab sie Orangensaft aus derselben Packung in mehrere Gläser und verfärbte einige der Gläser. Probanden waren sicher, dass der verfärbte Saft anders schmeckt, Während gleichfarbiger Saft aus unterschiedlicher Herstellung eher als derselbe Saft wahrgenommen wurde. [1]

Innerhalb eines gemeinsamen Kulturkreises schreiben viele Menschen bestimmten Farben dieselbe Symbolik zu. Diese Einteilungen sind nicht wissenschaftlich exakt, aber für das Erwirken von Empfindungen im Betrachtenden unbedingt zu berücksichtigen. Gleichzeitig spielt Kontext eine Rolle - ist Rot als Gefahr! (Schild) oder Erotik! (Lippenstift) oder Kommunismus! (Flagge) gemeint? Farbe beeinflusst, wie eine Information aufgenommen wird und welche Assoziationen geweckt werden.


The Logo company
Viele dieser Assoziationen leiten sich von unseren alltäglichen Erfahrungen ab, gleichzeitig spielen die Medien, die wir konsumieren, eine große Rolle, weil sie diese Assoziationen formen und teilweise bewusst zementieren. Vom Regenbogen als verspieltes Zeichen auf Kinderkleidung zum Regenbogen als Pride-Flagge kann sich eine Bedeutung auch innerhalb weniger Jahrzehnte wandeln (und eben auch mehrfach besetzt sein).

Farbbedeutungen

(2/4) Farbe: Farbkontraste

Dieser Artikel ist Teil der Reihe "Grafische Grundlagen: Farbe"

Farbkontraste


Farbe wirkt am stärksten in Relation zu anderen Farben. Die bewusste Nutzung von Kontrasten können einer visuellen Darstellung Fokus verleihen und das Auge des Betrachtenden lenken. In der Gestaltung gibt es unterschiedliche Kontraste. In dieser Artikelreihe widmen wir uns speziell Farbkontrasten.

Komplimentärfarben

Im vorigen Artikel sind wir unter anderem Auf die Farbräumen RGB (Bildschirmdarstellung) und CMYK (Druckereierzeugnisse) eingegangen. Es gibt viele unterschiedliche Ordnungsmodelle für Farben. Die am weitesten verbreiteten sind die klassischen Farbkreise, auch wenn mittlerweile bekannt ist, dass ein 2-dimensionale System nur beschränkt nützlich ist.

Bildschirmfoto verschiedener Farbkreise aus dem gleichnamigen Wikipediaartikel. Aufgerufen 29.06.2019

(1/4) Farbe: Grundlagen

Dieser Artikel ist Teil der Reihe "Grafische Grundlagen: Farbe"


1. Was ist Farbe?

Materie ist von Natur aus farblos. Nur durch die unterschiedliche Brechung von Licht entstehen elektromagnetische Wellen, die von bestimmten Rezeptoren (Zapfen) in unseren Augen aufgenommen und von unserem Gehirn als Farben gedeutet werden. Farbe ist ein Sinneseindruck.

Welche Farben wir wahrnehmen hängt von Reflexion und Absorption der lichtempfangenden Materie ab. Wir können etwa 100.000 Farben zwischen 380nm und 780nm Strahlung unterscheiden

wahrnehmbares Lichtspektrum, wikimedia: Electromagnetic spectrum, Horst Frank / Phrood / Anony, CC BY-SA 3.0 

Wir nehmen dieselbe Farbe häufig unterschiedlich wahr, weil wir Farbe in der Fläche, nicht als Punkt Interpretieren. So kann uns ein glänzendes Objekt heller vorkommen als ein mattes. 

Welche Farbe wir wahrnehmen hängt von weiteren Faktoren ab. So sind die Farbzapfen, von denen es drei unterschiedliche Typen in unserer Netzhaut gibt, nicht in der Lage, alle möglichen spektralen Mischungen zu interpretieren und geben dieselbe Farbe für unterschiedliche Lichtinformationen an unseren Sehnerv aus. Die "eingehende Farbinformation" (= das Licht, das von einem bestimmten Objekt reflektiert wird) wird Farbreiz genannt. Was unser Auge interpretieren kann, ist die Farbvalenz. Die dritte Größe in der Farbwahrnehmung ist die Farbempfindung - wie unser Gehirn die Farbvalenz verarbeitet und auch wie wir sie im Zusammenhang mit der Umgebung empfinden.