Montag, 28. Januar 2019

Erfolgsfaktoren der Online-Bewegtbild Werbung: Wochit Analyse 2017

Weitere Artikel der Reihe:
(1/4) Formale Faktoren 1
(2/4) Formale Faktoren 2
(3/4) Inhaltsfaktoren 1
(4/4) Inhaltsfaktoren 2
Anhang: Wochit-Analyse, 2017

Der Videoproduktionsdienst Wochit analysiert 100 aktuelle (1. Quartal 2017), mit dem Dienst erstellte Videos mit über 1Mio View die Erfolgsfaktoren für Videocontent. Wochit bietet hauptsächlich Journalisten Werkzeuge, schnell Videocontent zu generieren. Die erfolgreichen Videos wurden nach 25 Parametern bewertet.

Die zentralen Ergebnisse der Studie sind:

  • Thema: 31% der erfolgreichsten Videos waren Personal Stories - häufig Geschichten über Einzelschicksale, gefolgt von Entertainment (15%), Tiere (14%) und Politik (13%). Diese Personal Stories sind häufig als "Evergreen Stories" klassifiziert - das heißt, dass sie langfristig Interesse generieren können
  • vom Format waren "Listicles" mit 27,8% am erfolgreichsten. Dabei ist die Abhandlung eines Themas im Listenformat gemeint. Dicht gefolgt von Viralen Videos (27%) - die ein grad virales Thema besprechen - z.b. ein von einer 3. Quelle produziertes Virales Video zeigen und kommentieren/reagieren.
  • Videos sollten auch Videos sein: 53,9% der erfolgreichen Videos nutzten ausschließlich Videocontent, 30,4% einen Mix. Nur 15,6% verwendeten ausschließlich Bilder (teilweise durch Textanimation oder Einblendungen ebenfalls bewegt)
  • Kürze: 30 Sekunden bis 1 Minute (44,35% der untersuchten Videos)
  • Emotionen: Zuschauer reagieren stärker, wenn ihre Gefühle angesprochen werden (45% reagierten bei den untersuchten Videos mit "Love", 21,5% mit "Provocative", 13,98% mit "Happy, Funny, Cheerful")
  • Quadratische Formate kommen in sozialen Feeds am besten an
  • Text: Viele Videos, die in sozialen Feeds auftauchen, sind auf stumm geschaltet. Die Botschaft muss also auch per (gutem!) Text herübergebracht werden



Quelle:

Wochit: What Makes a Viral Video (Anmeldung nötig)

Freitag, 25. Januar 2019

(4/4) Erfolgsfaktoren der Online-Bewegtbild Werbung: Formale Faktoren 2

(4/4) Erfolgsfaktoren der Online-Bewegtbild Werbung: Formale Faktoren 2
Dieser Artikel basiert auf der Bachelorarbeit
Online Bewegtbild Werbung: Eine Analyse der Erfolgsfaktoren von In-Stream-Video-Advertisements unter besonderer Beobachtung der Werbeakzeptanz
Von Finn K. M. Brand, Betreuung: Prof. Dr. Gregor Hopf, HSBA, Juni 2016
Nach Analyse der Fachliteratur leitet Brand diese Erfolgsfaktoren von Online-Video-Werbung ab.
„E1: Längere Werbespots erhöhen die Werbewirkung bei den Rezipienten.

30-Sekunden-Spots hatten eine signifikant höhere Chance, von Rezipienten erinnert zu werden, als 15-Sekunden-Spots. Denn längere Werbespots geben den Zuschauern die Möglichkeit und die Zeit, die werberelevante Botschaft intensiver wahrzunehmen, wodurch die Werbebotschaft beim Rezipienten nachhaltiger wirkt.
E2: Mid-Roll Werbespots erzielen eine signifikant höhere Markenerinnerung als Post- und Pre Roll Werbespots.
Die Ergebnisse bezüglich der Positionierung und der Kontextübereinstimmung von Video-Ads zeigen grundsätzlich, dass Mid-Roll Werbespots, obwohl sie keine signifikant unterscheidbaren Ergebnisse in kongruenter und inkongruenter Kontextübereinstimmung erzielten, dennoch in der Summe höhere Ergebnisse in der Markenerinnerung erzielt haben als Pre- und Post-Roll Werbespots.
E3: „Speziell für das Internet produzierte Werbespots steigern die Werbeerinnerung bei den Rezipienten.“
(…) Die Ergebnisse der Studie [Bewegung im Netz] werden in zwei zentrale Erfolgsfaktoren, die beide aus dem zweiten Teil der Studie stammen, abgeleitet. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die Werbeerinnerung bei den Rezipienten durch eine kanalspezifische Aufbereitung von Werbespots für das Internet signifikant gestärkt wird. Generell wirken sich speziell für das Internet produzierte Werbespots positiv auf das Image einer Marke aus, wenn diese als besonders gelungen vom Rezipienten wahrgenommen werden. Die Marke wird in diesem Zusammenhang kreativer, innovativer, dynamischer und moderner wahrgenommen.
 E4: „Interaktive Elemente wirken sich positiv auf die Bewertung von Online-Video-Ads aus.“
(…) Generell bietet die Online Bewegtbild Werbung viele Interaktionsmöglichkeiten mit den Rezipienten. Laut der Studie stoßen dabei die interaktiven Elemente auf großes Interesse, und die Rezipienten nehmen diese als attraktiv wahr.
E5: „Frühzeitig ausgelöste freudige Emotionen in einer Online-Video-Ad reduzieren die Zapping-Wahrscheinlichkeit beim Rezipienten.“
(…) Die Ergebnisse zeigen, dass Freude und Überraschung einen signifikanten Einfluss auf das Verhalten der Rezipienten haben. Weiterführende Ergebnisse zeigen, dass eine hervorgerufene freudige Emotion einen asymmetrischen Effekt auf das Zapping-Verhalten hat.
E6: „Eine Höhepunkt-und-Stabilität Trajektorie erzielt die höchste Aufmerksamkeit in den ersten Sekunden einer Online-Video-Ad.“
Weitere Ergebnisse der Studie zeigen, dass der exakte Übermittlungszeitpunkt von Emotionen einen signifikanten Einfluss auf die Werbeerinnerung und die Aufmerksamkeit der Rezipienten hat. Teixeira, Wedel, und Pieters entwickelten zwei Trajektorien, die vor dem Hintergrund einer Aufmerksamkeitsmaximierung und einer hohen Bindung der Rezipienten einen optimalen Zeitpunkt der Übermittlung von Emotionen definieren.“
Weitere Artikel der Reihe:
(1/4) Formale Faktoren 1

(2/4) Formale Faktoren 2
(3/4) Inhaltsfaktoren 1
(4/4) Inhaltsfaktoren 2
Anhang: Wochit-Analyse, 2017

Quellen
Li, H., Lo, H. Do You Recognize Its Brand? The Effectiveness of Online In-Stream

Video Advertisements. Journal of Advertising 2015, 44 (2015): 208 – 218. (PDF, aufgerufen am 14.12.2018)

Zukunft Digital „Bewegung im Netz - Teil 1: Erfolgsfaktoren von Online-Video-
Ads – Ergebnisse für Marketing und Media“. Erschienen am 03.09.2009. (PDF, aufgerufen am 14.12.2018)

Zukunft Digital „Bewegung im Netz - Teil 2: Erfolgsfaktoren von Online-Video-

Ads – Ergebnisse für die Kreation“. Erschienen am 03.09.2009.

Teixeira, T., Wedel, M., Pieters, R. Emotion-Induced Engagement in Internet Video
Advertisements, Journal of Marketing Research 2012, Vol. XLIX: 144 – 159. (Mehr Informationen zu dem Artikel hier)

Montag, 21. Januar 2019

(3/4) Erfolgsfaktoren der Online-Bewegtbild Werbung: Inhaltsbezogene Faktoren (BA F. K. M. Brand)

(3/4) Erfolgsfaktoren der Online-Bewegtbild Werbung: Inhaltsbezogene Faktoren

Artikel basierend auf der Bachelorarbeit
Online Bewegtbild Werbung: Eine Analyse der Erfolgsfaktoren von In-Stream-Video-Advertisements unter besonderer Beobachtung der Werbeakzeptanz
Von Finn K. M. Brand, Betreuung: Prof. Dr. Gregor Hopf, HSBA, Juni 2016
Neben formalen Faktoren, spielt der Inhalt und die Dramaturgie eine entscheidende Rolle darin, ob ein Online-Werbespot zu Ende angeschaut und verinnerlicht wird. Werbung, die in Medien vorkommt, die gezielt vom Zuschauer angewählt werden, hat prinzipiell mehr Erfolg, wenn sie den Geschmack der Zielgruppe trifft. „Grundsätzlich zeigen die Ergebnisse, dass eine speziell an die Nutzungsgewohnheiten angepasste Dramaturgie die Markenbekanntheit, die Werbeerinnerung und die Produktwahrnehmung bei den Rezipienten stärken. Interaktive Elemente werden in einer Online-Video-Ad von den Rezipienten positiv wahrgenommen. (Zukunft Digital 2009, 16.)“
Der Artikel „Emotion-Induced Engagement in Internet Video Advertisements“ von Thales Teixeira, Michel Wedel und Rik Pieters aus dem Journal of Marketing Research stellt eine kontrollierte Studie zum Umgang mit Emotionen in Werbeinhalten vor. Per Eye-Tracking-Verfahren wurden die Aufmerksamkeit untersucht. Die Gesichtsausdrucksanalyse betrachtet speziell Freude und Überraschung. Die Bindung an den Inhalt wurde mit dem Zapping-Verhalten der Teilnehmer aufgezeichnet.
Teixeira, Wedel und Pieters kamen zu dem Ergebnis, dass letztendlich Überraschung einen höheren Einfluss auf die Aufmerksamkeit der Rezipienten hat als Freude. (…) Allerdings sinkt die Aufmerksamkeit beim Rezipienten, wenn er zu häufig überrascht wird. (…) Gelingt es, dass beim Rezipienten Freude oder Überraschung ausgelöst wird, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Rezipient wegzappt. (Teixeira, Wedel, Pieters 2012, 152.) (…) je früher Freude beim Rezipienten ausgelöst wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Rezipient die Ad wegschaltet. (Teixeira, Wedel, Pieters 2012, 153.)  
Dramaturgie eines Online-Werbespots
Teixeira, Wedel und Pieters entwickeln auf der Basis ihrer Studie dramaturgische Trajektorien und untersuchen ihren Erfolg.
„Eine Höhepunkt-Tiefpunkt-Höhepunkt („peakvalley-peak“) Trajektorie führt zu der höchsterwarteten Bindungsrate bei den Rezipienten. Diese bleiben beispielsweise bis zur Auflösung eines Konfliktes an der Geschichte interessiert. Allerdings kreiert diese Trajektorie beziehungsweise dieser Spannungsbogen im weiterem Verlauf der Geschichte eine vergleichsweise geringe Aufmerksamkeit, da die Rezipienten die rhythmisch schnell wechselnden emotionalen Zustände psychologisch verarbeiten müssen und sich so nicht komplett auf die Handlung konzentrieren können.“
„ Eine Höhepunkt-und-Stabilität („peakand- stable“) Trajektorie kreiert insbesondere zu Beginn der Geschichte eine besonders hohe Aufmerksamkeit und hält diese bis zum Ende des Storytellings auf einem stabilen Level. (…) Allerdings ist die Bindungsrate dieser Trajektorie vergleichsweise gering, da nach dem beginnenden Spannungsmoment der dramatische und emotionale Bogen auf einem stabilen Level bleibt und über keinen emotionalen Höhepunkt am Ende verfügt.“
„Eine Stabilität-und-Höhepunkt („stable-and-peak“) Trajektorie baut die Spannung im Verlauf der Geschichte bis zur Klimax (Höhepunkt) auf, bis dann durch die Auflösung des Konfliktes die Werbebotschaft über die Katharsis an den Rezipienten übermittelt wird. (…) Allerdings erhöht das geringe Spannungsniveau zu Beginn einer Ad das Risiko, dass die Rezipienten diese zu Beginn überspringen beziehungsweise wegklicken und somit die Werbebotschaft nicht übermittelt.„
„Die Ansteigende-Höhepunkt-Tiefpunkt-Höhepunkt („increasing peak-valley-peak“) Trajektorie. Sie spiegelt einen Spannungsbogen wider, in dem emotionale Zustände im Verlauf der Geschichte nicht abrupt geändert werden und somit leichter vom Rezipienten verarbeitet werden können. Dennoch steigt der Spannungsbogen progressiv im Verlauf der Geschichte bis zum höchsten emotionalen Zustand.
Abschließend halten Teixeira, Wedel und Pieters fest, dass die Höhepunkt-und-Stabilität („peak-and-stable“) Trajektorie optimal für das Generieren einer hohen Aufmerksamkeit ist und die Höhepunkt-Tiefpunkt-Höhepunkt („peak-valley-peak“) Trajektorie die Zuschauer am stärksten an eine Ad bindet.
Teixeira, Wedel, Pieters 2012, 155-156.

Weitere Artikel der Reihe:
(1/4) Formale Faktoren 1

(2/4) Formale Faktoren 2
(3/4) Inhaltsfaktoren 1
(4/4) Inhaltsfaktoren 2
Anhang: Wochit-Analyse, 2017

Quellen
Li, H., Lo, H. Do You Recognize Its Brand? The Effectiveness of Online In-Stream

Video Advertisements. Journal of Advertising 2015, 44 (2015): 208 – 218. (PDF, aufgerufen am 14.12.2018)

Zukunft Digital „Bewegung im Netz - Teil 1: Erfolgsfaktoren von Online-Video-
Ads – Ergebnisse für Marketing und Media“. Erschienen am 03.09.2009. (PDF, aufgerufen am 14.12.2018)

Zukunft Digital „Bewegung im Netz - Teil 2: Erfolgsfaktoren von Online-Video-

Ads – Ergebnisse für die Kreation“. Erschienen am 03.09.2009.

Teixeira, T., Wedel, M., Pieters, R. Emotion-Induced Engagement in Internet Video
Advertisements, Journal of Marketing Research 2012, Vol. XLIX: 144 – 159. (Mehr Informationen zu dem Artikel hier)

Donnerstag, 17. Januar 2019

(2/4) Erfolgsfaktoren der Online-Bewegtbild Werbung: Formale Faktoren 2 (BA F. K. M. Brand)

(2/4) Erfolgsfaktoren der Online-Bewegtbild Werbung: Formale Faktoren 2 

(< voriger Artikel (1/4)


Dieser Artikel basiert auf der Bachelorarbeit
Online Bewegtbild Werbung: Eine Analyse der Erfolgsfaktoren von In-Stream-Video-Advertisements unter besonderer Beobachtung der Werbeakzeptanz
Von Finn K. M. Brand, Betreuung: Prof. Dr. Gregor Hopf, HSBA, Juni 2016
Die zweite analysierte Studie Bewegung im Netz – Erfolgsfaktoren von Online-Video-Ads wurde von der der Forschungsinitiative Zukunft Digital (Teil 1: PDF) herausgegeben. 5000 Internetnutzer wurden zu Bewegtbildern befragt. Die Teilnehmer sahen zwei Filmtrailer. Die Kontrollgruppe bekam nur die Filmtrailer zu sehen, die Experimentalgruppe sah zusätzlich eine eingespielte Werbung. Es wurden verschiedene Varianten der Spots gezeigt, um unterschiedliche Gestaltung, Länge und Positionierung des Spots untersuchen zu können.
Videonutzung
Die Ergebnisse zeigen, dass mehr als zwei Drittel der Befragten Videos sieht, um unterhalten zu werden.62 (Zukunft Digital 2009, 12.) (…)  Weiterführende Ergebnisse zeigen, dass rund die Hälfte der Befragten vertiefende Informationen, zusätzlich Bildgalerien, Videos oder Online-Spiele als attraktiv oder sehr attraktiv wahrnehmen.( Zukunft Digital 2009, 18.) Hierbei haben Online-Video-Ads im Gegensatz zur klassischen Fernsehwerbung einen klaren Vorteil. Sie bieten Werbetreibenden die Möglichkeit, direkt interaktive Elemente, wie beispielsweise produktorientierte Zusatzinformationen, in die Ad zu integrieren.
Platzierung der Werbung
Die Ergebnisse der Werbewirkungsanalyse zeigen, dass alle gezeigten Pre-Roll-Werbespots die ungestützte Markenerinnerung (also ohne Produktnennung) bei den Befragten steigerten.68 Über alle getesteten Pre-Roll- Spots und die verschiedenen Umfelder hinweg verdreifachte sich die ungestützte Markenbekanntheit. 69% der Befragten erinnerten sich an die Pre-Roll Ad, die sie gesehen hatten. Ohne Pre-Roll Ad erzielte die ungestützte Markenbekanntheit bei den Befragten nur 30%. (Zukunft Digital 2009, 19.)
Kontext
Mit Hinblick auf die Platzierungsanalyse einer Ad kann generell festgehalten werden, dass durch die Platzierung der Ad in einem kongruenten Umfeld die Werbewirkung deutlich gesteigert werden kann. (Zukunft Digital 2009, 20.)
Weitere Artikel der Reihe:
(1/4) Formale Faktoren 1

(2/4) Formale Faktoren 2
(3/4) Inhaltsfaktoren 1
(4/4) Inhaltsfaktoren 2
Anhang: Wochit-Analyse, 2017

Quellen
Li, H., Lo, H. Do You Recognize Its Brand? The Effectiveness of Online In-Stream

Video Advertisements. Journal of Advertising 2015, 44 (2015): 208 – 218. (PDF, aufgerufen am 14.12.2018)

Zukunft Digital „Bewegung im Netz - Teil 1: Erfolgsfaktoren von Online-Video-
Ads – Ergebnisse für Marketing und Media“. Erschienen am 03.09.2009. (PDF, aufgerufen am 14.12.2018)

Zukunft Digital „Bewegung im Netz - Teil 2: Erfolgsfaktoren von Online-Video-

Ads – Ergebnisse für die Kreation“. Erschienen am 03.09.2009.

Teixeira, T., Wedel, M., Pieters, R. Emotion-Induced Engagement in Internet Video
Advertisements, Journal of Marketing Research 2012, Vol. XLIX: 144 – 159. (Mehr Informationen zu dem Artikel hier)

Montag, 14. Januar 2019

Online-Materialien für Advanced Media Concepts

Neben der Ausarbeitung der eigenen studentischen Konzeptionsprojekte wollen wir uns im Seminar auch mit einigen Techniken und Themen beschäftigen, die in Unternehmen aktuell sehr diskutiert werden. Hierzu habe ich einige Online-Links als einführende Literatur zusammengestellt.

Zuerst wollen wir uns mit der aktuell wohl am meisten besprochenen Innovationsmethode samt Kreativitätsprozess beschäftigen: Design Thinking. Hier erklärt das Hasso Plattner Institut Design Thinking und unter folgendem Link gibt es eine ausführliche Darstellung der sechs Schritte des Design Thinking Prozesses sowie weiterführende Literatur.

Generell werden in Unternehmen für Konzeptionsprojekte immer häufiger Techniken des agilen Managements eingesetzt. Brand Eins fasst agiles Management in ihrer Ausgabe 06/2016 sehr zugänglich zusammen. Der Harvard Business Manager hatte ein Schwerpunktheft zu Agiles Management (Ausgabe 05/2016), das allerdings online nur über die Commerzbibliothek verfügbar ist, wo auch die Ausgabe in physischer Form eingesehen werden kann. Dieser Blogartikel zeigt auf wie Design Thinking, Lean-Start-Up und Agiles Management verbunden werden können.

Wir werden uns allgemein auch mit der Frage und dem Einsatz von Kreativitätstechniken beschäftigen. Eine sehr hilfreiche Auflistung von Kreativitätstechniken und auch eine Darstellung von unterschiedlichen Definitionen finden sich auf www.kreativitätstechniken.info.

Für das Thema Transmedia Storytelling gibt es einen separaten einführenden Blogbeitrag.

Ich freue mich auf unsere Diskussionen im Seminar.

Online-Materialien für Advanced Media Concepts - Transmedia Storytelling

We will delve into Transmedia Storytelling as part of the Seminar "Advanced Media Concepts." Below find a list of links for anybody who wants to start browsing about this still extremely interesting topic even though it has become somewhat of an 'old hat' already. It continues to be a popular tool in advertising, particularly for creating advance awareness and brand engagement. Unfortunately, as part of a storytelling universe transmedia is too often reduced to a "Second Screen" strategy.

In order to prepare for our seminar please read:

Dennis Eick (2014): Transmediales Erzählen; in Dennis Eick: Digitales Erzählen; UVK Verlagsgesellschaft, S. 179-219

If you want to delve deeper into the subject, have a look at the links below - including some links to the Harry Potter transmedia universe. While reading them have a think about: 'radical inter-textuality', 'multi-polar-structures', 'the eternal middle: the need to have the story continuously remain between exposition and resolution' and 'expansion of meaning'. I am looking forward to our class discussions.

(1/4) Erfolgsfaktoren der Online-Bewegtbild Werbung: Formale Faktoren 1 (BA F. K. M. Brand)

(1/4) Erfolgsfaktoren der Online-Bewegtbild Werbung: Formale Faktoren 1

Dieser Artikel basiert auf der Bachelorarbeit
Online Bewegtbild Werbung: Eine Analyse der Erfolgsfaktoren von In-Stream-Video-Advertisements unter besonderer Beobachtung der Werbeakzeptanz
Von Finn K. M. Brand, Betreuung: Prof. Dr. Gregor Hopf, HSBA, Juni 2016
Viele qualitativ hochwertige Inhalte im Netz sind nur verfügbar, wenn sie durch Sponsoren und Werbepartner unterstützt werden. Die Wissenschaft, wie man Erfolg von Onlinewerbung misst und was einen erfolgreichen Online-Werbespot ausmacht, ist noch an ihren Anfängen und erstreckt sich über unterschiedliche Disziplinen: Wirtschafts- und Kommunikationswissenschaften sowie Psychologie und Soziologie. Dementsprechend weit gestreut sind Fokus und Fragestellung bestehender Studien und Artikel zu dem Thema.
Die Bachelor-Arbeit von F. K. M. Brand geht im Literaturteil genauer auf zwei Artikel ein:
Do You Recognize Its Brand? The Effectiveness of Online In-Stream Video Advertisements (PDF) von Hao Li und Hui-Yi Lo. Der Fachartikel analysiert formale Faktoren des Erfolgs von In-Stream-Video-Advertisements wie Länge, Position und Kontextkongruenz in Bezug darauf, wie gut sich Studienteilnehmer an die beworbene Marke erinnern. Befragt wurden 240 Teilnehmer aus dem asiatischen Raum.
Länge
Hao Li und Hui-Yi Lo kamen zu dem Ergebnis, dass die Länge eines Werbespots unmittelbar das kognitive Erinnerungspotenzial der Rezipienten beeinflusst (Li, Lo 2015, 213). Ein zu kurzer Werbespot läuft Gefahr, vergessen zu werden, da die Zeit für die Verarbeitung der Werbenachricht zu kurz für die Rezipienten sein kann. Längere Spots geben nicht nur den Rezipienten ausreichend Zeit, die Werbenachricht zu verarbeiten, sondern sie ermöglichen auch dem Werbetreibenden die mehrmalige Übermittlung der Werbebotschaft. Hierbei ist aber zu beachten, dass längere Ads ansteigende Produktions- und Distributionskosten.
Positionierung
Der Zeitpunkt beziehungsweise die Positionierung (Pre-, Mid- oder Post-Roll) einer Ad ist von höchster Bedeutung. (Li, Lo 2015, 214.) In diesem Zusammenhang fanden Hao Li und Hui-Yi Lo heraus, dass Mid-Roll Werbespots die höchste Aufmerksamkeit suggerieren, da sie die Rezipienten aus einem bereits abspielenden und somit bekannten Video-Content herausreißen und ein unbekannten Inhalt liefern. (Li, Lo 2015, 208.)
Kontext
[Die Autoren] definieren (…) die Kontextkongruenz („Ad-Context Congruity“) als Analysengegenstand und beschreiben sie als thematische Synergie zwischen einer Ad und ihrem Kontext. (Li, Lo 2015, 209-210.)  Hierbei bestimmt das Interaktionsausmaß dieser beiden Komponenten eine kongruente oder inkongruente Kontext-Übereinstimmung. (Li, Lo 2015, 209-210.) Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Mid-Rolls die in einem thematisch kongruenten Kontext platziert werden, die Markenerinnerung bei den Rezipienten erhöhen. In einem inkongruenten Umfeld allerdings generieren Post-Roll Werbespots eine höhere Markenerinnerung. (Li, Lo 2015, 214.)

Weitere Artikel der Reihe:
(1/4) Formale Faktoren 1
(2/4) Formale Faktoren 2
(3/4) Inhaltsfaktoren 1
(4/4) Inhaltsfaktoren 2
Anhang: Wochit-Analyse, 2017

Quellen
Li, H., Lo, H. Do You Recognize Its Brand? The Effectiveness of Online In-Stream

Video Advertisements. Journal of Advertising 2015, 44 (2015): 208 – 218. (PDF, aufgerufen am 14.12.2018)

Zukunft Digital „Bewegung im Netz - Teil 1: Erfolgsfaktoren von Online-Video-
Ads – Ergebnisse für Marketing und Media“. Erschienen am 03.09.2009. (PDF, aufgerufen am 14.12.2018)

Zukunft Digital „Bewegung im Netz - Teil 2: Erfolgsfaktoren von Online-Video-

Ads – Ergebnisse für die Kreation“. Erschienen am 03.09.2009.

Teixeira, T., Wedel, M., Pieters, R. Emotion-Induced Engagement in Internet Video
Advertisements, Journal of Marketing Research 2012, Vol. XLIX: 144 – 159. (Mehr Informationen zu dem Artikel hier)