Freitag, 17. Mai 2013

10 d) Fraktur


Fette Fraktur

Herkunft: Gebrochene Schriften galten in Mittel- und Westeueropa lange Zeit der Antiqua ebenbürtig. In Deutschland war die Fraktur (eine spezifische Schriftart unter den gebrochenen Schriften) lange Zeit für Lesetexte im Einsatz. Heutzutage werden diese Schriften für Zeitungstitel, Biermarken und Kneipen eingesetzt. Ihre Bedeutung als Leseschrift haben sie verloren.
1540 wurde die Fraktur für Kaiser Maximilian I. entwickelt. Ihre klar unterscheidbaren Buchstaben, das klare Wortbild, die relativ enge Laufweite verhalfen ihr zur großer Verbreitung für Lesetexte aller Art. Bis in die 1930ger entstanden neue und dem jeweiligen Stil der Zeit angepasste Varianten der Fraktur.


Erkennungsmerkmale
  • schmaler als Schwabacher und rundgotisch
  • Manchmal "Elefantenrüssel" an den Großbuchstaben
  • Oberlänge von g, h, k, l sind oben gespalten

Eigenschaften
Heutzutage ist es nicht mehr so leicht nachzuvollziehen, dass Fraktur als besonders gut lesbar galt - grad die komplizierten Großbuchstaben und die für unser heutiges Empfinden sehr ähnlichen Kleinbuchstaben scheinen guter Lesbarkeit zu widersprechen. Verglichen mit den anderen gebrochenen Schriftarten entstand durch die Fraktur jedoch ein sehr deutliches Wortbild.

Beispiele
Fette Fraktur, Unger-Fraktur, Walbaum-Fraktur

Dieser Artikel gehört zur Reihe Schriftklassifizierung. Der Übersichtsartikel kann hier eingesehen werden.

Quellen:

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