Freitag, 17. Mai 2013

Schriftklassifizierung: OCR-Schriften



OCR-A

Herkunft: OCR-Schriften - oder "Optical Character Recognition"-Schriften dienen der unmissverständlichen Erkennung bei digitaler Erfassung. Die Buchstaben unterscheiden sich so deutlich voneinander, dass auch bei gröberen Scans und weniger empfindlichen Lesegeräten eine fehlerfreie Erfassung gewährleistet werden soll.

OCR-A entstand in den USA und wurde als nicht besonders ästhetisch empfunden. Die Schrift wurde in Europa nicht angenommen. So beauchftragte man in den 1960gern Adrian Frutiger (einer der bedeutendsten Schriftschneider aller Zeiten) beauftragt, eine "computergerechte" Schriftart zu entwickeln, die auch ästhetisch wirken sollte. Die Computererfassung war in der Zwischenzeit deutlich feiner geworden, sodass Frutiger mehr Freiheiten genoss als die Entwickler der OCR-A. 
Viele wichtige Dokumente wie Ausweise und in einigen Ländern Kennzeichen verwenden die OCR-Schriften.

Eine digitale Version der OCR-B wurde kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Schriftart spiegelt zwar die Buchstaben der OCR-B von Frutiger wieder, aber nicht die Abstände und Buchstabengrößen. Sie kann hier heruntergeladen werden: http://ansuz.sooke.bc.ca/page/fonts#ocrb


Dieser Artikel gehört zur Reihe Schriftklassifizierung. Der Übersichtsartikel kann hier eingesehen werden.

Quellen:

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