Montag, 11. November 2013

Economist: Apps for brats

Artikelzusammenfassung des Artikels "Apps for Brats" im Economist
vom 26.10.2013

Mit Auszeichnungen überhäuftes australisches Kampagnenvideo,
das Verhaltensregeln in öffentlichen Verkehrsmitteln in ein makaberes,
niedliches und sehr ohrwurmiges Video schmuggelte.

Im Feld der Gamification geht es darum, mit Spielmechaniken Menschen zu positiven Verhaltensänderungen zu motivieren. Der Economist nimmt sich des Problems der gesunden Ernährung und der Hilfe im Haushalt von wählerischen, ungeduldigen Kindern an.



In den USA beträgt der jährliche Umsatz von Bildungssoftware und dazugehörigen Diensten geschätzte 7,8 Milliarden Dollar. Bis jetzt sind Schulen die Hauptabnehmer, doch immer mehr Eltern greifen zu bildenden Apps.
Eine Gesunde-Ernährung App namens Easy Eater vergibt Punkte für besonders schwere Gegner wie bezwungen Brokkoli. Bei bestimmten Punktzahlen kann das Kind Belohnungen von seinen Eltern einfordern. Easy Eater 2 kommt bald auf den Markt und erweitert seine Interaktionen um ein fiktives, zu fütterndes Maskottchen und eine Übersicht über zuckrige Sprudelgetränke, die es im Auge zu behalten gilt.

Apps wie "Choremonster" kommen wie gerufen. Einige Eltern machen die allgegenwärtige Erreichbarkeit von schnellen Belohnungssystemen in Apps dafür verantwortlich, dass ihre Kinder im Haushalt faul sind. Choremonster motiviert seine Spieler mit Belohnungen für Haushaltshilfe.

Andere Apps, verbinden Bildung mit unterhaltsamem Spiel: Kyle Counts übt mit Kindern das Zählen, während sie eigentlich ein Känguru durch Australien leiten und in Stack the States haben Kinder schnell die Staaten ihres Landes USA gelernt. Bei diesen Spielen werden unsere Leidenschaft für das Sammeln, das erkennen von Mustern und das Sortieren und Ordnen/Puzzlen ausgenutzt, um Wissen zu vermitteln.

Dumb Ways to Die ist einer der erfolgreichsten Songs, die man sich auf Youtube anschauen kann. Wie in einem vorigen Blogeintrag bemerkt, verbreiten sich Videos, die überraschen, Schadenfreude beschwören, unterhaltsam sind und dann auch noch eine eingängige Melodie haben, von ganz alleine. Dem Video folgte mittlerweile eine App, die sich weiter mit positivem Verhalten im öffentlichen Nahverkehr beschäftigt. Das ist doch einmal ein Public Safety Announcement, das man freiwillig mehrfach anschauen möchte.

Initiativen und Wettbewerbe wie Apps for healthy kids bündeln und belohnen gut gemachte Spiele, welche uns und den nächsten Generationen zugute kommen werden.

Hier gehts zum Quellartikel:
http://www.economist.com/news/united-states/21588403-american-parents-snap-up-apps-make-their-children-less-horrible-apps-brats

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