Mittwoch, 16. April 2014

Recording: Aufzeichnung

Bei der Tonaufnahme geht es im Prinzip darum, akustische Schwingungen (Klang, Sprache, Geräusche) in elektrische Signale umzuwandeln, die heutzutage fast ausschließlich digital weiterverarbeitet werden.

Tonabnahme dagegen wandelt den Schall direkt in ein benötigtes Signal (elektrisch, mechanisch) um (ohne über ein Mikrofon zu gehen) - dabei werden die physischen Schwingungen eines Schallkörpers direkt abgenommen und umgewandelt. Tonabnehmer findet man heute häufig in elektrischen Instrumenten.


Dave Maxey von Home Studio 1 zeigt die Basics, die jedes kleine Tonstudio haben sollte - in diesem Fall sein eigenes kleines Homestudio. Youtube

Wir beschäftigen uns näher mit Musikproduktion. Im Fokus unserer Betrachtung steht die Aufnahme eines Songs. Eine Band, die einen Song aufnehmen möchte, kommt (hoffenlich ; ) ) gut vorbereitet ins Tonstudio: Mit einer Komposition in der Hand. Dies kann entweder ein digital arrangiertes Midi sein, eine Partitur oder ein anderweitig hergestelltes Demotape.



Für gewöhnlich spielt jedes Bandmitglied nun seine Stimme ein - dabei sitzt das Bandmitglied alleine im Aufnahmeraum und spielt seine Spur zu dem Demotape ein, was meist über Kopfhörer eingespielt wird. In einigen Fällen improvisieren die Musiker auch zur Komposition. Wenn schon einige Spuren bestehen, kann man dem Musiker auch bereits eingespieltes zu hören geben.

Aufnahme einer Spur

Zu erst benötigt man einen Aufnahmeraum. Heutzutage kann man dank der fortschrittlichen Technik in fast jedem Raum zumindest ausreichend gute Aufnahmen erzielen. In einem guten Tonstudio (und auch im Heimstudio sollte man darauf achten) wird der Raum mit speziellen Wandpanelen so eingerichtet, dass der Sound "stumpf" wird - also der Schall kaum zurückgeworfen werden kann.

Das Mikrofon ist natürlich eines der wichtigsten Geräte während der Tonaufnahme. Mikrofone sind ein Kapitel für sich. Vom günstigen Tischmikrofon zum mehrere Tausend Euro teuren Highendgerät kann man sich ein Leben lang damit beschäftigen, welches Mikrofon für welchen Anlass am besten geeignet ist. Der technische Fortschritt kommt dem Geldbeutel hier sehr entgegen. Man bekommt brauchbare Mikrofone heute schon für um die 100 Euro.
Vor oder um das Mikrofon wird häufig noch ein Filter gespannt. Bei Außenaufnahmen ist das häufig ein Windschutz (aus Schaumstoff oder Fell), im Studio reicht ein Ploppschutz oder Popschutz aus - eine Art mit Nylon bespannte Scheibe, die Luftzüge bei hart gesprochenen Lauten ("P" "T") abdämpft.
Manche Mikrofone enthalten einen Mikrofonverstärker - ein Bauteil, das dafür zuständig ist, das Mikrofonsignal möglichst gleichmäßig zu übertragen. Der Mikrofonvorverstärker kommt erst danach; Damit ist eine elektronische Schaltung gemeint, welche das schwache Mikrofonsignal so verstärkt, das ein brauchbares Signal entsteht.
Vor der Digitalisierung war es üblich, sämtliche Effekte, die später im Song gewünscht wurden - wie Hall und Echo - gleich mit aufzunehmen. Diese Effekte werden heute hauptsächlich nachträglich in die Spuren hineingearbeitet.
Um das Mikrofon mit einem Computer zu verbinden, braucht man noch eine Schnittstelle - im Englischen ist das ein Audio Interface, oder Audioschnittstelle. Hier werden die elektrischen Signale des Mikrofons in digitale Signale umgewandelt, die von der Recordingsoftware (DAW - Digital Audio Workstation) interpretiert werden können.

Mehrspuraufnahmen
Bei einem Mehrspurenrekorder laufen die einzeln aufgenommenen Tonspuren zusammen auf ein Aufnahmegerät. Der Vorteil dieses Aufnahmeverfahrens ist, dass die einzelnen Tonspuren bei der Aufnahme nicht verändert werden - Wenn man den Sänger und den Drummer aufnimmt, kann man zwar beide Aufnahmen zeitgleich anhören, die Spuren aber einzeln bearbeiten, ohne dabei die andere Spur zu beeinflussen. (z. B. den Sänger lauter stellen, ohne das Schlagzeug gleichzeitig auch lauter zu hören.)

Einzelspuraufnahmen
Hier laufen verschiedene Tonspuren direkt auf dem Aufnahmegerät in ein Signal zusammen - dieses Signal nennt man Summensignal. Vorteil war zu Zeiten der analgoen Tonaufnahme die natürliche Synchronität und eine höhere Klangqulität (durch den Wegfall eines Speichervorgangs), was aber heutzutage obsolet ist: Fast alle Tonaufnahmen sind heutzutage digital.

Stereo- und Surroundaufnahme
Tieferer Raumklang wurde schon zur Renaissance durch besonderes Positionieren von Chören und Musikern im Raum erreicht. Bei Aufnahmeverfahren wird ebenfalls versucht, Tiefe in ein Klangerlebnis zu bringen, indem man beim Erleben der Aufnahme das Gefühl bekommt, der Sound komme aus unterschiedlichen Richtungen - die Schallquelle bewege sich sogar. Dieser Effekt kann elektronisch simuliert werden und wird heute hauptsächlich durch das Abmischen der Tonspur auf 2 oder mehreren Ausgangspuren erreicht. (Stereo: 2 Spuren, 5.1 Surround-Sound: 6 Spuren usw.)


Quellen
http://de.wikipedia.org/wiki/Tonaufnahme
http://de.wikipedia.org/wiki/Richtcharakteristik
http://www.homemusicstudio1.com/how-to-record-a-song-on-your-computer-1/
http://www.sweetwater.com/feature/daw/audio_interface.php

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