Donnerstag, 7. August 2014

Journalismus im Online-Zeitalter: Medienkrise oder Medienrevolution?



 Zusammenschnitt der wichtigsten Aussagen von der Tagung des Deutschen Journalisten-Verbandes 2009 
(Antje Wegwerth, Videojournalistin)

Im 21. Jahrhundert sind sämtliche Medien der Informationsverbreitung im Internet angekommen oder befinden sich zumindest auf dem Weg dorthin. Kein Magazin, keine Zeitung und kein Nachrichten- oder Radiosender kann es sich erlauben nicht im Internet präsent zu sein.

Die Vorteile für den Verbraucher liegen auf der Hand: Nachrichten verbreiten sich schneller, globaler, aktueller und vor allem zu großen Teilen auch kostenlos. Die Vorstellung sich jeden Morgen am Kiosk eine Zeitung zu kaufen, um aus ihr politische, wirtschaftliche oder kulturelle Informationen zu erhalten gleicht beinahe einer nicht mehr zeitgemäßen Nostalgie. Es wächst vielmehr eine neue Generation heran, die es für selbstverständlich erachtet sich über mehrere Internetportale über sämtliches Weltgeschehen zu informieren.

Durch diese Entwicklung entstehen allerdings Probleme für den Journalismus. Dadurch, dass sich jedes Individuum über sämtliche Kanäle wie Facebook, Twitter, Youtube, Blogs etc. seinem Umfeld mitteilen kann, ist ein Laienjournalismus entstanden, der den etablierten Medien entgegentritt. Nicht zuletzt spielt dabei ebenso eine Rolle, dass das Gedankengut aus Nachrichtenartikeln in der großen „Kopiermaschine Internet“ unendliche Male vervielfältigt werden kann. Folglich verlieren Printmedien ihre informative Hoheitsgewalt, was letztendlich zu der Frage nach der Finanzierung von Journalismus führt.

Vereinfacht lässt sich die Problematik wie folgt erklären: Wird ein Printmedium verkauft, so gehen gewisse Anteile des Betrages an die Verlage und Autoren bzw. Journalisten. Diese simple Rechnung geht im Internet, aufgrund der geringen Bezahlbereitschaft der User, meistens nicht auf und es bleibt die Unschlüssigkeit darüber, wie man aus Online-Journalismus Geld machen kann. Mittlerweile sind dazu eine Reihe von Geschäftsmodellen entstanden und erprobt worden, die hier vorgestellt werden sollen.

Weiterführender Link: 
Matthias Künzler: Medienkrise = Journalismuskrise?

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