Mittwoch, 23. August 2017

iGeneration: unglücklich, alleine, depressiv?

Source: The Atlantic
Have Smartphones Destroyed a Generation
Jean M. Twenge, Professorin für Psychologie an der San Diego State University, fasst in diesem Artikel im Atlantic Ergebnisse diverser Studien zum sozialen Verhalten und emotionalen Zustand Jugendlicher zusammen. Sie kommt zu einem sehr ernüchternden und traurigen Ergebnis: die sozialen Medien in Verbindung mit der Smartphone-Technologie führen dazu, dass Jugendliche im Verhältnis zu früheren Generationen einsamer und unglücklicher sind und statistisch eher zu Depressionen neigen. Hierbei muss allerdings erwähnt werden, dass sie die Kausalität zwischen sozialen Medien & Smartphone auf der einen Seite und Veränderungen im emotionalen und sozialen Verhalten Jugendlicher auf der anderen Seite alleine auf einen grafischen Vergleich von zeitlichen Entwicklungen basiert. Das Argument ist also statistisch gesehen nicht unbedingt robust, kann und sollte uns aber dennoch zu denken geben. Hier der vollständige Artikel.

Nachträge:
Der Artikel von Jean Twenge und die dort vertretene These haben inzwischen einiges an Wirbel und auch Kritik aufgeworfen. Neben der oben bereits angemerkten schwachen empirsichen Beweislage wird der Autorin eine einseitige, unvollständige Sicht auf die aktuelle Jugend und insbesondere ein mangelndes historischen Verständnis vorausgehender Generationen vorgeworfen. Hier ein Artikel, der versucht die Kritikpunkte zusammenzufassen, und hier ein weiterer Artikel, der die These mit einer erweiterten Datenlage relativiert und den Fokus von den Jugendlichen auf deren Eltern legt.
Inzwischen (Jan 2018) hat sich auch die BBC die Mühe gemacht, unterschiedliche Studien zu den potentiellen Auswirkungen von Social Media Nutzung in einem Onlineartikel sehr zugänglich zusammenzufassen.

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